Klettersteigen 2013: ein Rückblick – Teil 2

Wenn der Wind weht...

Nur noch wenige Wochenenden bis Weihnachten. Tee, Adventskalender und Spekulatius regieren den Alltag. Gestern erst habe ich meine neue Tourenski-Ausrüstung gekauft, in den kommenden Tagen bringt Sturmtief Xaver den Nordweststau und der bringt den Schnee. Viel Schnee. Was ich damit sagen möchte: ich glaube, die Klettersteigsaison ist vorbei. Getrost dürfen wir uns zurücklehnen und den zweiten Teil des Patruckel’schen Jahresrückblicks genießen.

Und auch hier erwähne ich noch einmal deutlich, dass keines der nachfolgenden Videos von mir ist. Allerdings wurden sie alle auf den Klettersteigen gemacht, auf denen wir uns diesen Sommer tummelten. Teils witzig, teils skurill, teilweise beeindruckend und teilweise….naja, ihr werdet schon sehen. Schmunzeln ist erlaubt!


Hausbachfall-Klettersteig (C)

Der Hausbachfall-Klettersteig bei Reit im Winkl ist gerade für Einsteiger und Gelegenheits-Klettersteiger ein Glücksfall. Er hat einige interessante Elemente, wie die Holzbalken oder die Baumstammquerung, eine durchgehende Seilsicherung und keine allzu schweren Kletterpassagen. Daneben ist er (auch im Notfall) vom Ort aus schnell erreichbar und die Route nicht allzu lang. Lange Staus zu Ferienzeiten und an sommerlichen Wochenenden sind daher vorprogrammiert. Wem das nichts ausmacht und nur auf das spontane Klettersteig-Abenteuer im niedrigen bis mittleren Schwierigkeitsbereich aus ist, der ist hier richtig. Für anspruchsvolle und erfahrene Klettersteiger hingegen lohnt eine längere Anfahrt ausschließlich für den Klettersteig aber nicht wirklich.

Eine ausführliche Tourenbeschreibung mit gpx-track zum kostenlosen Download gibt es hier.


Saulakopf (E)

Der Klettersteig auf den Saulakopf ist ein toller alpiner Sportklettersteig nach meinem Geschmack. Raue alpine Landschaft, knackige Kletterstellen und eine attraktive Routenführung. Der lange Zustieg (Anfahrt mit dem Wanderbus eingeschlossen) garantiert – zumindest in der Früh- und Spätsaison – einen freien und nicht überfüllten Steig, in dem man wunderbar das fantastische Vorarlberger Bergpanorama genießen kann. Wie erwähnt, gibt es im oberen Steigabschnitt seit Kurzem eine Art Drahtseilbrücken-Treppe. Wer solche wackelnden Stahlgestelle nicht mag, der kann sie auch gesichert umgehen,  Jeder wie er will. Familientauglich ist der Steig übrigens nicht wirklich und für Anfänger ist er gleich gar nicht geeignet. Was mich störte, war die allseits vorhandene Steinschlaggefahr durch vorauskletternde Personen. Aber das Problem stellt sich ja vielerorts. Hier gilt es wirklich immerzu wachsam zu sein, nach oben zu sehen und die Ohren zu spitzen.

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Gargellner Köpfe – der Vaude Schmugglersteig (C/D)

Der Schmugglersteig auf die Gargellner Köpfe ist ein richtiger Abenteuer-Steig, der Klettersteig-Liebhaber jeden Alters beeindrucken wird. Er ist Kein Fun-Park und auch kein Sportklettersteig, das wären wahrlich die falschen Begriffe. Doch mit seinen beiden Hängebrücken und der 30 m senkrecht aufsteigenden “Schmugglerwand” bietet er einige abenteuerliche Passagen, ohne dabei zu künstlich zu wirken. Lediglich 100 Trittklammern wurden entlang der 900 m langen Stahlseile verbaut. Die eigentlichen Highlights des Steigs sind sowieso die geniale Wegführung und die atemberaubende Aussicht entlang des gesamten Verlaufs. Dank der Nähe zur Gondelstation kann es an heißen Sommertagen allerdings schon einmal voller werden und der ein oder andere Stau entstehen. Also lieber zeitig raus, hoch und Spaß haben.

Eine ausführliche Tourenbeschreibung mit gpx-track zum kostenlosen Download gibt es hier.


Der Hindelanger Klettersteig (B/C)

Großer Daumen hoch! Der Hindelanger Klettersteig ist ein altehrwürdiger Klettersteig-Klassiker, der – in jüngerer Zeit saniert – viel Spaß macht und bei gutem Wetter einen spitzenmäßigen Tag im Hochgebirge garantiert. Die tolle Routenführung entlang des Grats ist extrem kurzweilig und das 360°-Panorama unschlagbar. Fraglich ist einzig und allein die Sinnhaftigkeit einiger Versicherungen. Während mehrmals an wirklich leichten Stellen Drahtseile gespannt wurden, müssen einige – vergleichsweise heikle Passagen – frei geklettert werden. Doch  trotzdem ist die Tour auch für konditionsstarke Einsteiger und Kinder machbar. Diese sollten sich allerdings nur in erfahrener Begleitung auf den Weg machen. Immerhin verläuft die gesamte Strecke in alpinem Gelände, ist sehr lang und dadurch auch durchaus fordernd. Wer merkt, dass er konditionell an seine Grenzen kommt, kann aber an mehreren Stellen leicht nach Osten absteigen, auf dem Normalweg weiterlaufen oder in einer der Hütten am Nebelhorn einkehren. Bleibt nur ein einziger Wermutstropfen: die teure Gondelfahrt hinunter nach Oberstdorf. Wer hier noch kann, der läuft besser. Das ist gesünder und kommt deutlich günstiger.

Eine ausführliche Tourenbeschreibung mit gpx-track zum kostenlosen Download gibt es wie immer auch hier.


Der Bocchette-Weg (C)

Hier waren wir zwar bereits letztes Jahr, dafür aber genau zur gleichen Zeit. Und da diese viertägige Klettersteig-Tour die vielleicht schönste Klettersteig-Tour der Alpen ist, kann man sie gar nicht oft genug erwähnen. Diese Traumtour führt in knapp 3000 m Höhe durch das schroffe, alpine Herz des Brentastocks und erlaubt durchgängig gigantische Fern- und Tiefblicke. Die Kletterpassagen sind abwechslungsreich, eher im mittleren Schwierigkeitsbereich angesiedelt, aber auch nicht zu unterschätzen. Gerade durch die starke Ausgesetztheit der Wege kann für den Ein oder Anderen die starke psychische Belastung zum Problem werden. Wer aber trittsicher, schwindelfrei und alpin versiert ist, der wird hier eine fantastische Zeit haben und die Ruhe genießen können. Dank der Abgeschiedenheit und der langen Zustiege sind die Wege auch im Sommer relativ leer und nur vereinzelt stößt man auf andere Gruppen. Mit denen gibt es dafür beim abendlichen Hüttenschmaus umso mehr zu bereden. Abgesehen von den Schlafräumen im Rifugio Tuckett sind auch die Hütten in bester Ordnung. Das Essen mit bis zu drei verschiedenen Auswahlmöglichkeiten je Gang ist durch die Bank vorzüglich, Aufenthalts- und Sanitärräume sind gut in Schuss und die Wirte äußerst zuvorkommend. Alles in allem stimmen die Vorzeichen in der Brenta zu einhundert Prozent. Spielt auch noch das Wetter mit, so ist er es womöglich wirklich, der schönste Klettersteig der Welt.

Eine ausführliche Tourenbeschreibung mit gpx-track zum kostenlosen Download und Infos zu den Hütten gibt es hier.


Köllenspitze – Klettersteig (D)

Der neue und gut versicherte Klettersteig auf die Köllenspitze ist ein absolutes Highlight im Allgäu. Und das aus mehreren Gründen: Der lange Zustieg sorgt dafür, dass sich keine allzu langen Staus im Steig bilden, der knackige Wegverlauf ist durchwegs fordernd und bisweilen sogar richtig anstrengend. Ich bin definitiv schon einige D-Steige geklettert, die mir deutlich leichter fielen. Aufgrund der Länge der Tour – mit Zustieg und anschließendem Abstieg kann man gut und gerne 7 bis 8 h einplanen – würde ich hier sogar die Schwierigkeit D/E ansetzen. Schwächere Geher sollten den Klettersteig auf keinen Fall ohne erfahrene Begleitung angehen und unbedingt eine zusätzliche Rastschlinge (Vesperbändle) am Gurt befestigen. Denn gerade die anspruchsvollen und kräftezehrenden Steilpassagen sind relativ lang und bieten dabei nahezu keine Rastmöglichkeiten. Krafteinteilung ist allerdings wichtig, schließlich gilt es auch noch einen alpinen Abstieg mit Freikletterpassagen im zweiten Grad zu bewältigen. Das traumhafte Bergpanorama mit den Nachbargipfeln Rote Flüh (2111 m), Gimpel und Gehrenspitze (2163 m) sowie der Blick hinunter zu den Königsschlössern bei Füssen machen die Tour zu einem echten Schmuckstück.

Eine ausführliche Tourenbeschreibung mit gpx-track zum kostenlosen Download gibt es hier. 


Die Via Ferrata L’Escale à Peille (D/E)

Einer der schwierigsten, wenn nicht sogar der schwierigste Klettersteig der französischen Seealpen. Fast durchgängig verläuft der Weg stark ausgesetzt in großer Höhe entlang senkrechter und oft auch überhängender Felspassagen und spielt dadurch bewusst mit den psychischen Ängsten der Begeher. Rational gesehen gibt es aber nichts zu befürchten. Selten bin ich einen so gut gesicherten, durchdachten und gepflegten Klettersteig gegangen wie in den Schluchten um das kleine französische Bergdorf. Kein einziger Umhängepunkt befindet sich an Stellen, an denen man lieber mit beiden Händen am Stahl hängt, anstatt mit den Karabinern zu hantieren. Außerdem befinden sich an drei markanten Punkten Notausstiege, um überforderten Kletterern nahezu jederzeit die Möglichkeit zu bieten, den Steig zu verlassen. Die schwierigsten Passagen im letzten Teil des Steigs können sogar an mehreren Stellen umgangen werden. Entweder man umgeht das Netz und den Überhang komplett oder man quert nach dem Netz und vor dem extremen Überhang. Die Routenführung ist schön, anspruchsvoll und führt spielerisch durch die wildromantische Schlucht- und Felslandschaft rund um Peille. Die L’Escale ist Sport- und Fun-Klettersteig zugleich, ist dementsprechend beliebt und wird regelmäßig begangen. Für Puristen und Kritiker der Klettersteig-Bewegung ist er jedoch gefundenes Fressen. Der Steig hat keinen Sinn, führt auf keinen Gipfel und hat eigentlich nicht einmal ein halbwegs sinnvolles Ziel. Hunderte von Trittstiegen und diese absurden Geländer verhindern jeglichen richtigen Felskontakt, die Brücken sind unnötig und das Netz, ja das ist auch nur ein weiteres künstliches Spaß-Element. Vele Menschen entdecken das Bergdorf nur durch die Via Ferrata und spielen so ein wenig Geld in die Kassen der Bars, Restaurants und Herbergen. Puristen wird es darunter aber wohl kaum geben.

Eine ausführliche Tourenberschreibung mit gpx-Track gibts wie immer hier.


Les Canyons de Lantosque (C/D)

Der Klettersteig “Canyons de Lantosque” ist ein kurzweiliger Fun-Klettersteig durch die engen Schluchten rund um das kleine Bergdorf Lantosque. Die Ferrata ist in drei unterschiedlich schwere Abschnitte gegliedert (B, C und D), so dass für jeden Anspruch etwas dabei ist. Die Wegführung ist sinnvoll gewählt und gerade am Zusammenfluss der beiden Bäche auch richtig eindrucksvoll und einfach nur schön. Bis auf die letzte Wand hinauf zur Tyrolienne und der Hängebrücke verläuft der gesamte Steig in ca. 2 bis 20 m Höhe durch die sehr schattige und auch im Hochsommer angenehm kühle Klamm, und wird daher auch erst ab der Schlusswand richtig sonnig. Wie auch schon der benachbarte L’Éscale, ist auch dieser Steig nahezu perfekt versichert und wird offenbar regelmäßig gewartet. Weder einen losen Griff, noch einen morschen Holzbalken entdeckten wir auf unserer Runde. Das Eintrittsgeld wird offenbar gut investiert. Wer auf Gipfelkreuz und Hüttenbier steht, ist hier fehl am Platze. Aber wer einen entspannten und kurzweiligen Nachmittag in einem verschlafenen Bergdorf aufpeppen will, der kann hier gerne und vor allem auch sicher wieder Kind sein.

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Der historische Klettersteig Pinut (A/B)

Der historische Klettersteig Pinut ist ein sehr leichter Klettersteig vor traumhafter Hochgebirgs-Kulisse. Gerade für Klettersteig-Neulinge bietet sich diese Via Ferrata ideal an. Der gesamte Steig ist sehr leicht begehbar, ähnelt oft eher einem anspruchsvolleren Wanderweg und ist nie schwerer als B. Allerdings sollte man schon unerschrocken sein, wenn es um Höhe geht. Gerade der erste Abschnitt bis hinauf zum Pinut-Absatz ist sehr exponiert und lässt oftmals tief blicken. Wer dazu noch trittsicher ist, dem kann auf diesem Klettersteig aber relativ wenig passieren. Die gesamte Route ist erstklassig versichert und wird regelmäßig gewartet. Reizvoll ist der Klettersteig allemal. Gerade seine Geschichte, das umwerfende Bergpanorama und die schöne Wiese mit der urigen Selbstbedienungs-Hütte machen den Pinut zu einem empfehlenswerten Ziel für alle Bergfreunde.

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Der Sulzfluh Klettersteig (D)

Die Sulzfluh ist seit Jahrzehnten ein beliebter Berg für Alpinkletterer. Erst 2004 wurden Stahlseile montiert und im darauffolgenden Sommer 2005 konnten dann auch die ersten Klettersteiger in Richtung Gipfelkreuz kraxeln. Mit geschätzten dreitausend Begehungen jährlich zählt er seitdem zu den stärker frequentierten Steigen, weshalb es an sonnigen Sommertagen – trotz des recht langen Zustiegs – mitunter auch mal etwas länger dauern kann. Wenn man aber auch einmal in einer Steilpassage im Stau stecken bleiben sollte, so braucht man keine Angst zu haben. Die Stahlseile sind gut in Schuss und alle Bohrhaken und Steigbügel fest verankert. Die anspruchsvolle Route mit ihren zahlreichen Freikletterstellen am Fels ist gut gewählt und die Aussicht während der gesamten Tour einfach phänomenal. Griffiger Fels, kurze aber fordernde Überhang-Passagen eine kurze Drahtseilbrücke und eine Leiternquerung runden eine tolle Klettersteigtour ab. Wer sich über die möglichen Strapazen von über 2200 Höhenmetern bewusst ist, dem sei der Sulzfluh wärmstens ans Herz gelegt.

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Der Kaiser Max-Klettersteig (E)

Ich kann es nicht anders sagen, aber der Kaiser Max-Klettersteig ist ein Brett! Und was für eines. Knapp 450 Höhenmeter führt dieser extrem anspruchsvolle Sportklettersteig meist senkrecht die speckig-glatten Platten der Martinswand hinauf. Schon der erste Abschnitt bis zur Grotte hat es in sich und ist ein waschechter D-Steig, der viele andere, gleichermaßen eingestufte Eisenwege locker in die Tasche steckt. Und trotzdem ist der erste Teil nur Vorgeplänkel für das, was mehrere hundert Höhenmeter weiter oben auf einen wartet. Der berühmt-berüchtigte zweite Abschnitt mit seinen schweißtreibenden E-Passagen in schwindelerregender Höhe fordert höchsten Körpereinsatz und Konzentration. Bis auf ganz wenige Ausnahmen gilt es die gesamte Route über frei am Fels und ohne künstliche Tritte und Griffe zu klettern. Viel Armkraft und eine gute Fußtechnik sind daher ein absolutes Muss, genauso wie Mut und eine gute Kondition. Denn obwohl es auch in den unteren Bereichen sehr knackige D-Stellen zu überwinden gilt, hängt man bereits in über 300 m Höhe über dem Inntal, wenn man an die schwierigsten Passagen der gesamten Tour kommt. Und einen Rückweg gibt es nicht. Vom Anspruch her zählt er daher absolut zu den schwierigsten Klettersteigen Österreichs und auch der gesamten Ostalpen. Zu den landschaftlich eindrucksvollsten Eisenwegen gehört er hingegen nicht. Zwar ist der Blick übers Inntal hinüber zum markanten Roßkogl (2646 m) bei strahlendem Sonnenschein ein wahrer Genuss, doch trübt der immerwährende Verkehrslärm der direkt unterhalb verlaufenden Autobahn A12 die Romantik deutlich. Aber Genusskletterer sollten eh einen großen Bogen um die Martinswand machen.

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La Via attrezzata Rino Pisetta (E)

Der Rino Pisetta ist ein wunderschöner Steig, der allerdings erfahrenen Kletterern vorbehalten sein sollte. Erst vor wenigen Jahren wurde er komplett saniert, erhielt dabei ein nagelneues Stahlseil und wurde durch einige Trittbügel an brenzligen Stellen etwas entschärft. Doch noch immer zählt er mit zu den anspruchsvollsten Vie Ferrate in den östlichen Alpen. Die vielen glatten Stellen, die durchwegs fordernden Aufschwünge und nicht zuletzt die extreme Ausgesetztheit machen die Route zu einer echten Bewährungsprobe. Im direkten Vergleich zum Kaiser Max-Klettersteig jedoch fällt auf, dass die Tritte am Pisetta wesentlich fairer gesetzt sind und man immer mehrere Lösungen vorfindet um die knackigsten Passagen zu überwinden. Bergerfahrung, Technik, Kraft und Schwindelfreiheit sind die wichtigsten Faktoren, die meines Erachtens für eine genüssliche Besteigung nötig sind. Wer das mitbringt, kann hier traumhafte Klettersteigstunden erleben. Ein Familienausflugsziel ist der Rino Pisetta allerdings auf keinen Fall.

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Steinwand-Klettersteig bei Arzl (E)

Der Steinwand-Klettersteig entlang der Burgstall-Nordwand bei Arzl ist zweierlei: entweder ein leichter aber schöner Familienklettersteig im mittleren Schwierigkeitsgrad oder ein knüppelharter E-Steig für Leute, die zupacken wollen und können. Die beiden möglichen Routen treffen sich an der Aussichtsplattform Adlerhorst, weshalb man sich auch in der Gruppe trennen und wenig später oben wieder treffen kann. Es bietet sich auch an, den schweren Steig aufzusteigen und danach die leichtere Variante im Abstieg zu begehen. An der Burgstall-Wand hat jeder seinen Spaß, wenn er nur sein Level kennt. Die links verlaufende Angy Eiter-Route ist am Zustieg zwar mit D+ ausgezeichnet, gut und gerne könnte hier aber auch ein fettes E stehen. Denn das Stahlseil verläuft oft vertikal und äußerst exponiert die Wand hinauf und ein Aufstieg erfordert viel Armkraft und wegen der vielen exponierten Passagen auch Mut. Die geringe Steighöhe von “nur” 150 Höhenmetern täuscht hier gewaltig. Wer hier klettert, sollte definitiv schon dein ein oder anderen D-Steig absolviert haben, um sich nicht hilflos in der Wand hängend wiederzufinden. Zum Glück bietet aber auch die rechte Variante so einiges und ist gerade auch für Kinder – in Belgeitung Erwachsener – ein herausforderndes Kletterabenteuer. Dank der variablen Routen und den kurzen Zu- und Abstiegs ist der Steinwand-Klettersteig in Arzl definitiv einen Zwischenstopp wert.


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Schön war’s 2013. Auf ein wunderbares Kletterjahr 2014!

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3 Gedanken zum Artikel “Klettersteigen 2013: ein Rückblick – Teil 2

  1. Andreas sagt:

    Hi!
    Ich bin begeistert, eher schon richtig geplättet von diesen tollen Bildern!
    Ganz großes Lob hierfür 😉

    Grüße, Andi

  2. Sehr schön! Fast alle Touren sind uns wohl bekannt! 😉

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