Am Klettersteig auf die Zugspitze (B/C)

© Frank Boxler

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Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands. Für 25 Euro ist man mit der Gondel relativ schnell oben am Plateau, doch der wahre Bergfan klettert und kraxelt das Ding eigenständig hinauf. Mein guter Freund und alter Kletterpartner hat genau das Richtige getan und ist mit einigen seiner Kollegen auf das Dach Deutschlands gestiegen. Natürlich über einen Klettersteig, wie es sich für Patruckel gehört. Wie er den Aufstieg durch die Höllentalschlucht, die Gletscherpassagen und die Gipfelluft fand, gibt’s hier zu lesen.

Am Drahtseil auf das Dach Deutschlands. Oder: Der Wecker klingelt um vier Uhr morgens

Thomas und seine Kollegen müssen früh raus. Sie wissen: Die Tour hat es in sich. Zwölf Stunden Kletterei warten. 2300 Meter müssen sie hinauf, um von Grainau aus Deutschlands höchsten Berg zu erklimmen. Meist geht es die Falllinie hoch, über Geröll, Felsen und Eis. Ein Kollege hat die Tour geplant und perfekt vorbereitet. Nur kurz nach der Veröffentlichung im Intranet meldeten sich zehn Kollegen bei ihm. Thomas und drei Kollegen plus Fotograf Frank stiegen schließlich auf: Es wären mehr gewesen, hätte man die ursprünglich für den 10. Juli geplante Tour nicht wegen schlechten Wetters kurzfristig verschieben müssen. Und auch an diesem Tag zeigte sich der Berg nicht ausschließlich von seiner sympathischen Seite.

© Frank Boxler

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Schneefall und Nebel am Gipfel

Eine Wanderung zur Zugspitze? Da bin ich sofort dabei! Zum Einen reizte mich der Berg, weil ich noch nie auf der Zugspitze war, zum Anderen die Unternehmung mit gleichgesinnten Telekomkollegen aus verschiedenen Bereichen den Gipfel zu erklimmen. Da ich regelmäßig mit Patruckel auf Klettersteigen, Berg- und Gipfeltouren unterwegs bin, kam mir diese Aktion gerade recht. Aus einer guten Tourenbeschreibung kannte ich die Herausforderung schon und wusste ungefähr was mich erwarten würde. Die ersten Höhenmeter durch den Wald waren noch nichts Besonderes und genau richtig, um warm zu werden.Schneefall und Nebel trübten oben die Aussicht. „Ein Schönheitsfehler, mehr nicht. Wir hatten einen tollen Aufstieg, haben trotz der Anstrengung unterwegs unseren Spaß gehabt“, kommentierte ein Kollege diese Unternehmung.

© Frank Boxler

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Doch spätestens als wir in das Höllental einstiegen, stand auch mein Mund ganz weit offen und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Egal was dann kam, es war ein Augenschmaus und einfach nur noch traumhaft schön. Die Felsformationen, die Wasserfälle, der Gletscher, die Klettersteigpassagen… Es ist einfach von Allem etwas dabei und jeder kam auf seine Kosten. Obwohl ich regelmäßig im Berg stehe, hänge oder klettere, war diese Tour auch für mich  eine echte Herausforderung. Und nach knapp über 9 Stunden war ich froh, als Belohnung ein Weizenglas in der Hand zu halten und den Erfolg genießen zu dürfen!

© Frank Boxler

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Besonders hervorzuheben war auch die Führung durch die Katakomben des Zugspitzgebäudes mit unserem Kollegen Helmut Anger. Helmut gab uns Einblicke, die wirklich nur eine Hand voll Menschen zu sehen bekommen und schmückte die Tour mit der ein oder anderen lustigen Geschichte aus. Der Eintrag ins Gästebuch war für mich dann der krönende Abschluss des Tages und ich bekomme noch jetzt Gänsehaut, wenn ich diesen wunderschönen Tag Revue passieren lasse.

 

Hier gibt es alle Bilder zum Höllental-Klettersteig

 

Wer jetzt auch Lust bekommen hat, kann sich die Tour auf meiner interaktiven Karte anschauen:

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Für weitere Infos kannst Du dann auch noch hier klicken.

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Ein Gedanke zum Artikel “Am Klettersteig auf die Zugspitze (B/C)

  1. […] Quelle: http://patruckel.com/2014/09/18/zu-fus-auf-das-dach-deutschlands-klettersteigen-auf-die-zugspitze/ […]

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